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Fotze
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Fotze (oft auch Votze), Diminutivform von Fut, bzw. Vut. ist seit dem 15. Jahrhundert als derb-umgangssprachlicher Ausdruck für die Vagina bekannt. Er findet sich schon im mittelhochdeutschen in der Schreibweise vut. Das Wort geht vermutlich auf ein Wort für "Tasche" zurück (vgl. Futsche, Fuppe, Fupp und Ficke). Fotze war früher auch ein gebräuchliches Wort für eine bayrische Ledertasche, wird heute aber nicht mehr verwendet.

Der Ausdruck ist auch als vulgäres Schimpfwort für Frauen geläufig. Allerdings werden auch Männer vornehmlich von Häftlingen so tituliert, wenn sie in deren Augen zu feminin (z. B. zu weich) sind. In der Schweiz lautet die entsprechende Bezeichnung "Futzi", was für Deutsche dort heikel werden kann: in Deutschland wird das ja "nur" im Sinne von "Kerl" ohne anatomische oder wertende Bedeutung gebraucht.

In der Jägersprache bedeutet das Wort "Schnauze" oder "Ohrfeige", Fotzhobel (oder Fotzenhobel) steht für "Mundharmonika"; im bayerischen auch für Maultrommel (ein Musikinstrument).

In Süddeutschland (vor allem Bayern, weniger Baden-Württemberg) und in Österreich hat Fotze auch die Bedeutung Gesicht. Somit ist fotzen, jdm. eine Fotze geben ein Synonym für "ohrfeigen", wobei Schläge ins Gesicht gemeint sind. Aus dieser Bedeutung leitet sich auch Hinterfotzig ab, und steht für "hinterhältig", "hinterrücks", "link".

Die "Fotzn" ist im süddeutschen Sprachgebiet auch einfach ein Wort für Mund. In Berlin ist das Wort "Fotze" ebenfalls ein (extrem vulgärer) Ausdruck für den Mund (Daher auch der Ausdruck Fotzenbart für einen Henriquatre).

Die österreichische Version der Fotze (als Bezeichung der weiblichen Scham) ist Fut wobei man hier zwischen die Fut und das Fut schwankt.

Auch als Schimpfwort in Verwandtschaft zum Begriff "Fotze" steht der "Fotzenstecher" (sehr selten auch "Votzenstecher"). Oft wird das Wort "Fotzenstecher" sinnentleert als Schimpfwort oder in falscher Deutung als Bezeichnung für einen promiskuitiven Mann gebraucht. Das Wort stammt tatsächlich jedoch vom Futzenstecher oder auch Futtenstecher, der im Mittelalter Hengste zu Wallachen kastrierte (ihnen also derb mittelalterlich gesprochen eine "Futze" stach).

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